Business Intelligence (BI) Developer

Von Thilo Seeger, Business Manager
Lesezeit 4 Min.
12. Dec. 2020

Berufsbild

Was ist ein Business Intelligence Developer?

BI Developer setzen auf der Arbeit der technisch hoch versierten BI Engineers auf und bilden auf dieser Basis fachliche Prozesse ab: Sie nehmen die zur Verfügung gestellten Rohdaten und stellen sie mithilfe von ETL/ELT-Verfahren in den Datenbanken zur weiteren Verwendung bereit.

Im Team erarbeiten BI Developer die strategisch smarteste Vorgehensweise: Erst extrahieren (E), dann transformieren (T) und final laden (L) oder nach dem Extrahieren (E) direkt die Rohdaten in die Datenbank laden (L) und anschließend transformieren (T). Dahinter steckt mehr als eine reine Quell-Ziel-Transformation: Es geht um die sinnvolle Datenbereitstellung, die einen Erkenntnisgewinn am Ende des gesamten Prozesses bereithält.

Hohe Verantwortung für sinnvoll genutzte Ressourcen

Die fachliche Erstanalyse, die Ideen und Wünsche aus den Fachabteilungen so genau wie möglich abbildet, ist entscheidend für den Erfolg oder Misserfolg einer neuen Datenintegration: Erkennen BI Developer nicht schon am Anfang, was tatsächlich benötigt wird, vergeht wertvolle Zeit, und Ressourcen werden verschwendet.

Zwar gehören Fehlschläge zu jedem Job und führen zu einem nachhaltigen Lernprozess; allerdings kommt es in diesem Bereich aufgrund der großen Datenmengen zu geblockten Prozessorkapazitäten und Arbeitsstunden, bis eine Abfrage über alle drei Ebenen Datenbank, Datenverarbeitung und Reporting steht. Daher müssen besonders zu Beginn – also zum Zeitpunkt der Rohdateneinspielung – die Eckdaten exakt festgelegt werden, um einerseits nicht am gewünschten Ergebnis vorbei zu entwickeln und andererseits nicht Gefahr zu laufen, mit den richtigen Daten falsche Ergebnisse zu präsentieren.

Ein weiterer wichtiger Baustein im Aufgabengebiet von BI Developers ist neben der Rohdateneinspielung und -bereitstellung auch die Aufbereitung der Neudaten mithilfe von Reports, Dashboards und weiteren Visualisierungsmöglichkeiten. Dabei hilft das für BI Developer charakteristische Fachwissen, das zwar datengetrieben, aber ebenso konzeptionell einsetzbar ist.

Enger Austausch mit Fachkolleginnen und -kollegen

Während BI Engineers den technischen Gegenpol bilden, übersetzen BI Developer die von anderen Fachbereichen aufgegebenen Fragestellungen in eine technisch umsetzbare Anforderungsvariante und geben diese an die BI Engineer-Kollegen weiter.

BI Developer arbeiten wie die meisten Kollegen im BI-Team sowohl Adhoc-Abfragen ab als auch in langfristig angesetzten Projekten mit. Agile Arbeitsmethoden und disruptive Prozesse bearbeiten sie mithilfe gängiger Projektmanagementtools wie Kanban oder Scrum. Dabei zeichnet sie sowohl Teamfähigkeit als auch eine ausgeprägte Hands-on-Mentalität aus.

  • Ausbildung: abgeschlossenes Studium BWL, (Wirtschafts-)Ingenieurwesen, (Wirtschafts-)Informatik oder Mathematik
  • Einstiegsgehalt: 45.000 € brutto p.a.
  • Spitzengehalt: 70.500 € brutto p.a.

Aufgaben

Was macht ein Business Intelligence Developer?

  • Dateneinspielung mithilfe von ETL/ELT-Verfahren entweder in bestehende Datenbanklandschaften oder auf separate SQL-Servern
  • je nach Fachanforderung Erstellung von Dashboards oder Reportings auf Basis der neu eingespielten Daten
  • Bearbeitung von Adhoc-Anfragen
  • Projektmitarbeit im Zusammenspiel mit BI-Engineers und BI-Architects zur (Weiter-)Entwicklung des gesamten BI-Bereichs
  • Erstellen von Schulungsunterlagen und Durchführung von Fortbildungen für interne Anwender

Ausbildung

Wie wird man Business Intelligence Developer?

  • abgeschlossenes Studium der BWL, des (Wirtschafts-)Ingenieurwesens, der (Wirtschafts-)Informatik oder der Mathematik
  • mehrjährige Erfahrungen mit Datenbanken wie Big Data (Hadoop, NO SQL-Datenbanken) oder relationalen Datenbanken wie Oracle, SQL Server oder Terradata bis hin zu neuesten Cloud-Technologien wie AWS, Microsoft Azure, Google Cloud, Snowflake, Salesforce, Matilion
  • Kenntnisse in Datenverarbeitungsprogrammen wie ETL/ELT, Data Capture und neuesten Streaming-Technologien
  • Anwendung von Reporting-Tools wie Power BI, Tableau, SAP BW/SAP HANA, Qlik
  • ggf. Programmierkenntnisse in den gängigen Sprachen SWL, Python, JAVA, .NET, SSIS, T-SQL, Powershell
  • IT-Projekt-Managementtools wie Scrum oder Kanban
  • gute bis sehr gute Englischkenntnisse

Gehalt

Was verdient ein Business Intelligence Developer?

von 45.000€
bis 70.500€

Durch ihr Studium starten BI Developer mit ungefähr 45.000 € Jahresgehalt in die Berufswelt. Umso größer ihr Erfahrungsschatz im Bereich der Reportingtools wie PowerBi oder Tableau ist, desto besser die Verhandlungsposition sowohl bei bestehenden oder möglichen neuen Jobs. Auch tiefergehendes Wissen über die verschiedenen Datenbanken und den darauf aufsetzenden Datenbankverarbeitungsprogrammen ist ein entscheidender Vorteil gegenüber Mitbewerbern. Erfolgreich abgeschlossene Projekte, ein stetig ansteigender Erfahrungshorizont und kontinuierliche Fortbildungsmaßnahmen ermöglichen kontinuierliche Gehaltssteigerungen bis zu einem Spitzen-Jahresgehalt von bis zu 70.500 €.

Anforderungen

Was erwartet man vom Business Intelligence Developer?

BI Developer entwickeln mit und auf Basis der Ingenieursleistungen der BI Engineers neueste Datenmodelle und erstellen darauf aufbauend je nach Bedarf visualisierte Dokumente bis hin zu interaktiven Dashboards oder Reports. Sie sind, wie alle Beteiligten im BI-Bereich, verantwortlich für eine stabile, performante Datenlandschaft und als Teamplayer eingebunden in ein Netz aus Experten und Managern.

Exakt, zuverlässig sowie analytisch denkend gehen BI Developer an ihre Aufgabenstellungen heran und treten dabei nicht nur wissensdurstig, sondern auch teamfähig und kommunikationsstark auf.

Karriere

Aufstiegschancen als Business Intelligence Developer

Fachlich versiert, fortbildungsaffin und möglichst nah am Puls der Zeit sowohl bei technisch immer spezifischeren Lösungen als auch neuesten Anwendungstools wie AWS als cloudbasierte Datenbank: So empfehlen sich Business Intelligence Developer für ein Emporklettern auf der Karriereleiter.

Massendaten durchdringen immer mehr alltägliche Bereiche (wie unser aller Konsumentenverhalten) und erweitern damit stetig das Arbeitsumfeld von BI Developern. Die Anwendungsmöglichkeiten scheinen schier unerschöpflich – und damit auch die Gefahr der Beliebigkeit bis hin zur Sinnlosigkeit der ausgewerteten Daten. Der Fokus liegt daher klar auf der hohen qualitativen Aussagekraft der entwickelten Datenmodelle. Erfolgreich implementierte Datenmodelle und die kontinuierliche Weiterentwicklung bestehender ETL-/ELT-Prozesse empfehlen BI Developer für weiterführende Aufgaben und Positionen.

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